So

27

Nov

2011

Forchheimer Weg

Von Oberangern in Roppen sind wir am Samstag Morgen zeitig bei frostigen Temperaturen weg gestartet. Das schwere Schuhwerk noch im Gepäck, denn Schnee hat es für diese Jahreszeit mehr als unterdurchschnittlich, schlängelt sich der nicht enden wollende Forstweg hinauf zur Maisalpe. Von da an erstmals herrliche Aussicht auf das Inntal, jedoch weiterhin im Schatten. Dann wechselt das Terrain, die Forststraße wird gegen einen schmalen Pfad, der ab und an von Eis überzogen ist, getauscht. Hinauf gehts zum Mutkopf, weiter zum Mutzeiger und Hahnenkamm bis zur Biwakschachtel auf 2443m. Alle Zeit fantastische Aussicht, nur die Sonne lässt uns heute im Stich, so richtig mag sie hinter den Schleiern nicht hervorscheinen, dazu lebhafter NW-Wind, brrrrrrr. Auch wenn wir bis hierher mit Turnschuhen gekommen sind, die fortgeschrittene Jahreszeit lässt uns sicher spüren, dass die angenehmen Trekkingtouren vom Sommer passé sind, ein rauheres Klima hat sich eingestellt!

Schließlich verlässt man den Kamm und erreicht südseitig des weiten Karkopfes eine Scharte, von der aus uns erstmals der Atem stockt: Schnee soweit das Auge reicht! Und wo geht eigentlich der Weg? Ähh, wie spät ist es bereits? Es ist eben doch schon Ende November, der Tag neigt sich bald dem Ende zu und wir müssen über den Schnee hinunter zu dem zugefrorenen See, zig Eisbäche überquerend und auf der anderen Seite über eine Felsstufe wieder hinauf zur nächsten Scharte, welche uns die Sicht zur Erlanger Hütte frei geben sollte. Nach einigem Gestapfe und Ausweichmanövern (so viel Blankeis auf dem Wanderweg) erreichten wir besagte Scharte und waren sichtlich froh, noch bei Tageslicht unser Etappenziel, den Winterraum der Erlanger Hütte, zu erreichen.

Unweit der Hütte liegt der Wettersee, welcher von ultraglattem, dicken Spiegeleis überzogen war. So tauschten wir am nächsten Tag unseren Plan von der Besteigung des Wildgrates gegen Eislaufen auf dem Wettersee. Ein solch gewaltiges Naturschauspiel habe ich schon lange nicht mehr gesehen, wirklich spiegelglatt, mit vielen Lufteinschlüssen, Rissen und den skurrielsten und surrealsten Formationen im Eis, begleitet von unheimlichen Geräuschen, als die Sonne hervor kam, unglaublich!

Der Rückweg von der Erlanger Hütte nach Tumpen gestaltete sich ebenfalls länger als erwartet, es warten viele Höhenmeter im Abstieg, dafür gibts zuvor viel Fernsicht und Sonnengenuss auf dem Höhenweg südseitig der Kreuzjochspitze. Danach geht es hinab ins Weidegebiet der Gehsteigalm und relativ eben durch lichten Wald und Almgelände hinüber zur vorderen Tumpenalm. Von da an heißts dann leider nur noch 900Hm Forststraße im Schatten hinuntertraben nach Tumpen und rechtzeitig den Bus erwischen, der uns zurück nach Roppen brachte.

 

Fazit: menschenleeres Gebiet um diese Jahreszeit, beeindruckende Fernblicke und geniales Spiegeleis.

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Mi

13

Jul

2011

Unterwegs im hinteren Ötztal

Wer hätte das gedacht? Unweit von der Winter-Metropole Sölden versteckt sich ein Kleinod. Kaum ein Wanderer unterwegs, trotz Hauptsaison! Dies durften die Schüler der Oberstufe des Gymnasiums Regensburg in ihrem P-Seminar erfahren, gemäß dem Thema "sanfter Tourismus" folgten sie auf ihrer Exkursion den Wanderpfaden Rund um Zwieselstein.

 

Routenbeschreibung:

Von der Talhütte des DAV in Zwieselstein folgt man zunächst dem Fernwanderweg E5, doch schon bald verlässt man die breiten Wege, ein Wegweiser deutet den Steig an, kaum erkenntlich schlängelt sich der schmale Pfad in angenehmen Serpentinen durch das steile Gelände hinauf. Noch hört man die Motorräder, die sich Richtung Timmelsjoch wälzen, aber spätestens auf dem Höhenweg angelangt, ist die Zivilisation fast vergessen. Traumhafte Aussicht auf das umliegende Bergpanorama säumt von nun an unseren Weg. Beim Gasthof Falkner angelangt, muss zunächst nochmals ein Anstieg in Kauf genommen werden, bevor abermals ein fantastischer Steig Richtung Windachtal abzweigt. Dieser führt oberhalb der Baumgrenze durch Polster, über Stock und Stein, Almrosen so weit das Auge reicht. Mit nur wenig Höhenverlust bzw. -gewinn geht es eine gute Stunde dahin, die herrliche Aussicht läd des Öfteren zum Verweilen ein. Schließlich erreicht man die Abzweigung hinauf durch das Schönkar zum Brunnenkogel, auch dieser Anstieg ist zu empfehlen, hat man doch droben vom Brunnenkogelhaus eine Wahnsinns-Aussicht auf die Ötztaler 3000-er! Eine Alternative stellt der Anstieg zum Wannenkarsee dar, knapp 1h abermals über Blöcke, Polster und Moose, dann ist der türkis-farbene Bergsee erreicht, ein feines Platzl zum Entspannen und Genießen. Der Rückweg erfolgt am gleichen Weg zurück zur Abzweigung und weiter hinab Richtung Windachtal. Durch Zirbenwald, Lärchen und schließlich entlang der Schotterpiste erreicht man das Gasthaus Fiegl, von wo der Taxitransfer zurück nach Zwieselstein möglich ist (Taxi Quaxi, 8€/Person).

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Di

05

Jul

2011

Rundwanderung Zwieselstein

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Do

16

Jun

2011

Segeltörn Holland - Friesland

Diesmal zu Wasser anstatt zu Lande ging die Fahrt nach Lemmer, Ausgangspunkt für unseren 4-tägigen Segeltörn am Ijselmeer. Doch da ich schon 15 Jahre nicht mehr wackeligen Boden betreten habe und meine Segelkenntnisse erst wieder aufgefrischt gehörten, beschränkten wir die Segelei auf die Binnengewässer und Kanäle, von denen es in Holland unzählige gibt. Bereits zu Anfang im Langesloot kommt man in den Genuss der Bezahlung des teilweise noch üblichen Brückengeldes von 2€, der Brückenwart lässt hierzu beim Passieren der Brücke an der Angel, im richtigen Moment, gekonnt einen Holzschuh in Richtung Boot schwingen. In Bruchteilen einer Minute muss dann gezielt das Geldstück im Holzschuh verschwinden und nach Möglichkeit nicht im Wasser! Aber mit etwas Übung und Entschlossenheit...

 

Jedenfalls liefen wir anfangs unter Motor, später, als der Wind es zuließ, unter Segel über das Slotermeer und Woudsend nach Heeg, unserem ersten Ziel. So langsam gewöhnte sich auch der Körper an die schwankende Materie und die zweite Nacht auf dem Boot verbrachten wir ruhend wie ein Stein, bei so viel frischer Luft und Sonne kein Wunder. Der kommende Tag kündigte eher bescheidenes Wetter an, dafür aber ordentlich Wind und so konnten wir etliche Meilen unter Segel machen, über den Princess Margriet Kanaal, der Hauptschifffahrtsader, durch das Sneeker Meer bis nach Grouw und schließlich bis zum Princenhof in Feanen, einem Labyrinth gleichend schlängeln sich die mehr oder minder breiten wie flachen Kanäle durch das Naturschutzgebiet, wo es sich prima Vögel beobachten lässt. Ohne Karte verliert man dort leicht die Orientierung! Schilf und ruhiges Gewässer bedeuten aber auch Mücken, was dem Genuss unserer famosen Tunfischnudeln leider ein frühzeitiges Aus im Freien bescherte und ein Rückzug unter Deck erforderte.

 

Am kommenden sonnigen Tag schipperten wir leider unter Motor, da Gegenwind, zurück Richtung Lemmer, diesmal aber über Seitenkanäle und kleine Seen, die zumindest ab und an das Rausholen des Segels unter Kreuzen ermöglichten, bis nach Langweer am Langweerder Wielen. Das Gewässer ist dort so flach, dass nur in etlichen Kehren der Hafen erreicht werden kann. Irgendwie ulkig, wenn man auf einem großen See theoretisch einfach aussteigen könnte ins Wasser und noch stehen kann!

 

Viele Brücken gabs auch am nächsten Tag zum Passieren, die meisten ohne lange Wartezeiten. Nur eine Brücke raubte uns die kostbare Zeit, die Autobahnbrücke zwischen Joure und Lemmer. Da wird doch tatsächlich die Autobahn bei Bedarf für die Schiffahrt ein paar Minuten gesperrt und einfach hochgeklappt. Auch sonst ist Friesland so anders, die kleinen Häuser, die blonden Menschen, viele Kinder, man hat nicht einen Autoabstellplatz, sondern einen Bootanlegeplatz vor seinem Haus,...und noch vieles Me(e)hr!

 

 

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Mi

08

Jun

2011

Plumssattel im Karwendel

Vom Parkplatz bei der Garnalm (1166m), erreichbar über die Mautstraße (4,50€) von Pertisau am Achensee, führt ein schottrig steiler Weg in vielen Kehren hinauf zum Plumssattel (1669m). Hier erwarten einen fantastische Ausblicke in alle Himmelsrichtungen, die den schweißtreibenden Aufstieg wieder vergessen machen. Wer noch größeres an diesem Tage vor hat, dem sei die Montscheinspitze (2106m) mit Weiterweg zum Schleimssattel empfohlen, allerdings ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefordert. Eine wunderschöne Runde, aber weniger fordernd, stellt der Weiterweg über das Satteljoch (1935m) hinüber zum Hasentalalmhochleger dar. Mit stetem Blick auf den großen Ahornboden in der Eng und die schattigen großen Wände, die dies feine Platzl einrahmen, wandert man gemütlich am breiten Kamm entlang. Ein schmaler Pfad bringt einen durch Latschen hindurch zur Plumsjochhütte (1630m) und damit zum Plumssattel wieder zurück. Lediglich die steilen Kehren zurück zum Auto stören ein wenig.

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Do

19

Mai

2011

Salfains

Das Paradies liegt vor der Haustür...

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Fr

06

Mai

2011

Meißnerhaus durch das Viggartal

die Wandersaison 2011 ist eröffnet! Prächtig blühende Wiesen, frische kühle Luft, saftiges Grün und noch schneebedeckte Gipfel, herrlich ist's um diese Zeit in den Bergen und vorallem keine Menschenseele am Weg.

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gesundes-wandern.com

Patricia Schanne, MSc

Tiroler Bergwanderführerin

/Wanderleiterin SBV

und Sportwissenschafterin

info@gesundes-wandern.com