Urlaubswoche Saas-Almagell

Gletschertrail Mattmark

Vom Mattmarkstausee führt der markierte Steig zunächst am Seeufer entlang, um kurz darauf auf einem Karrenweg in leichter Steigung zur Schwarzbergalp zu führen. Ab hier ändert sich der Untergrund, ein klassischer Wanderweg schlängelt sich zum Schwarzbergkopf hinauf, von wo das prächtige Panorama auf den blanken und mit unzähligen Querspalten durchzogenen Allalingletscher frei wird.

 

Immer gut markiert mit blauen Stangen und in den Geröllpassagen mit weiss-blau-weissen Farbtupfern sucht sich der Gletschertrail über den flachsten Abschnitt des Gletschers einen gut gangbaren Weg. Das Eis ist griffig, kleine Rinnsale plätschern munter zwischen den Eisformationen entlang.

 

Die Britanniahütte im Blick zieht sich der Weg dann aber doch mehr als gedacht. Das teilweise unwegsame Blockgelände vermindert das Gehtempo und erfordert immer wieder viel Balance auf den wackligen Steinen. Strahlhorn, Allalinhorn, Rimpfischhorn. Ganz in der Nähe dieser 4000er und doch noch ein gutes Stück entfernt, ein wunderbarer und abwechslungsreicher Panoramatrail.

 

Ab der Britanniahütte ändert sich die Frequentierung des Weges schlagartig. Massen strömen in Scharen hinauf zur Hütte, vom Felskinn oder Plattje kommend. Ein begehrtes Ziel die Britanniahütte, bietet sie doch wunderschönes Panorama und stellt einen guten Ausgangspunkt für leichte 4000er-Sammler dar.

 

Kleine Schneefelder unterhalb der Hütte abrutschend, dann über eine steile Moräne und schliesslich auf einem tollen Höhenweg hinüber zur Bergstation Plattje. Heute haben wir viel gesehen, unterschiedlichstes Terrain unter den Sohlen gehabt und die Saaser 4000er in ihrer ganzen Pracht aus nächster Nähe beobachten dürfen. Eine Wandertour mit Empfehlung!

Höhenweg Furggstalden-Kreuzboden

DER Panoramaweg im Saaser Tal. Bequem mit den Seilbahnen auf die schönste Wanderhöhe chauffieren lassen und einfach nur geniessen. Ich weiss nicht, wie oft ich stehen bleiben musste um das Panorama der Mischabelkette einfangen zu können. Ein Paradeweg. Aussichtsreich, gut angelegt und mit der Almagelleralp wartet sogar auf halber Strecke eine Einkehrmöglichkeit in wunderschöner Umgebung.

Route Panorama am Jegihorn

Plaisirklettern am Jegihorn. Die Route Panorama kommt zwar ohne Topo daher, ist allerdings angeschrieben am Felsen und in etwa in dergleichen Schwierigkeit anzusiedeln wie die beiden benachbarten Routen Alpendurst und S-Grat. Sehr gute Absicherung und der feste griffige Gneis lassen keine Schweissausbrüche zu, sondern zaubern ein Lächeln ins Gesicht! Genuss auf ganzer Spur.

 

Wir haben diesmal den Zustieg via Abstieg von Hohsaas gewählt um den strahlend sonnigen Morgen in der Höhe geniessen zu können. Die Aussicht auf die Mischabelkette ist fantastisch, der Zustieg in etwa zeitlich ähnlich, wenn auch die Distanz um einiges länger ist von Hohsaas aus.

Oberaletschgebiet

Eine für uns bisher völlig unbekannte Region stellt das Aletschgebiet dar. Keine Ahnung, warum wir dieses Juwel bisher verschmäht haben? Ich würde ja fast behaupten, dass der Hüttenzustieg zur Oberaletschhütte von Belalp aus fast der schönste Anstieg ist, den ich kenne?!? Es zieht sich zwar, 10,5km Wegstrecke müssen bis zur Hütte zurückgelegt werden, in Summe also Halbmarathondistanz, wenn auf gleicher Route die Bergstation Belalp erreicht werden will. Aber dieser Halbmarathon ist wirklich jeden Meter wert!

 

Traurig mickrig fällt der Blick zunächst auf die Überbleibsel des Aletschgletschers, sobald man um die Ecke biegt bei der Kapelle beim Hotel Belalp. Der Gletscher hat an unvorstellbar viel an Mächtigkeit und Länge eingebüsst. Und trotzdem ein schöner Anblick mit der S-Form und dem Grün der schroffen Hänge drumherum. So dann schweift der Blick mehr nach Westen und bleibt an den kecken Formationen der Fusshörner hängen. Ein Paradies für Kletterer.

 

Nächstes Highlight die Schlucht des Oberaletschgletschers, welche mittels Abstieg/Aufstieg und einer Hängebrücke gequert wird. Mächtige Wassermassen stürmen hier zu Tal, imposant der tiefe Einschnitt und der Blick hinter über den Oberaletschgletscher.

 

Danach geht es steil bergan, auf der Moräne und unterhalb der Fusshörner, bevor der Steig zu einem Höhenweg bis zur Oberaletschhütte wird. Im ständigen leichten bergauf/bergab zieht der extrem gut angelegte Panoramawanderweg durch die komplette steile Flanke oberhalb des Gletschers, welcher nur noch aus Schutt besteht. Ein Gletscherbach hat sich in der Mitte dieses grossen Schuttfeldes gebildet, welcher in Kurven gelegt den Gletscher halbiert. Granitwände im hinteren Talkessel kommen nach und nach hervor, das markante Nesthorn nimmt einen festen Platz auf der "oho"-Skala ein. Und irgendwann erreicht man tatsächlich das Ende, die kleine Oberaletschhütte, die hoch über den Gletscherärmen in einer einmaligen Lage thront. Das Aletschhorn im Norden, unbeschreiblich mächtige Granitberge gegenüber und natürlich dominiert dieses fantastische Nesthorn mit seiner Eishaube und den zackigen Graten. Eine Gletscherlandschaft wie aus dem Bilderbuch...zum Verweilen, Träumen und Ideen schmieden...

Spielboden Murmeli

Murmeltiere sind neben Steinböcken meine Lieblingstiere. Pelzig süss und doch geschickt im unwegsamen Bergterrain. Leider sind sie unheimlich scheu und meistens hört man nur ihre Pfiffe. Doch am Spielboden in Saas-Fee kann man die Murmeli hautnah erleben. Für 1CHF bekommt man direkt an der Seilbahnbergstation ein Säckchen mit Erdnüssen und Karotten zum Füttern.

 

Die beste Zeit ist der Vormittag, wenn noch nicht so viele Wanderer und Familien die Murmeli aufgesucht haben. Dann haben sie noch Hunger und freuen sich über die mitgebrachten Leckereien. Manche Tiere sind ganz und gar nicht scheu, andere schon eher. Aber mit etwas Geduld lockt man fast jedes Murmeli zu sich, die Tiere fressen aus der Hand und manche lassen sich sogar gerne streicheln.

 

Stundenlang könnte ich hier verweilen und den putzigen Tierchen zuschauen und sie beobachten...

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gesundes-wandern.com

Patricia Schanne, MSc

Tiroler Bergwanderführerin

/Wanderleiterin SBV

und Sportwissenschafterin

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