Überschreitung Wäspen und mittlerer Griessstock

Die Vorteile der Wäspen/Griessstocküberschreitung liegen klar auf der Hand: 

  • durch die Benutzung der Seilbahn Ribi-Wannelen ist kein früher Aufbruch nötig (kostet 8CHF, einfach Telefon bedienen und es kommt wer oder vorher anmelden)
  • schlechter Abfahrtsschnee ist bei dieser Runde halb so tragisch, die Landschaft zählt
  • aussichtsreiche und vorallem abwechslungsreiche Höhenmeter erwarten einen
  • in Altdorf beim Kreisverkehr wartet das beste Gelati der Schweiz

 

Voraussetzung für diese Runde sind allerdings sichere Verhältnisse. Immer wieder müssen sehr steile Hänge (40Grad) traversiert werden, im Aufstieg wie auch in der Abfahrt!

 

Allein schon der Anstieg auf den Wäspen punktet mit einer interessanten Routenführung und wechselndem Ausblick, mal auf die Klausenpassseite, mal auf die Brunnitalseite, die gewaltigen Nordwände von Gross Ruchen und Gross Windgällen stetig vor Augen. Gerade recht für eine Pause erreicht man dann die grosse runde Kuppel des Wäspen, wenn es so windstill wie heute ist, ein Gedicht zum Rasten!

 

Wir entschieden uns für die Abfahrt zur Griesseggen mit Fellen, Faulheit siegt, nur keine Höhenmeter zu viel...etwas holprig gehts die steilen Hänge hinauf bis sich das Gelände etwas weitet und nach hinten legt. Spannend ist dann noch der Anstieg nach dem Punkt 2479. Von unten nbicht auszumachen, wo der Anstiegsweg verlaufen wird, löst sich das felsdurchsetzte Gelände prima auf. Aber auch hier gilt, stabile Verhältnisse unbedingt nötig. Bei uns war das Steilgelände gerade richtig aufgefirnt, perfekt zum Gehen. Westlich vom felsigen Aufbau des hinteren Griessstocks angekommen, ist der mittlere, das Gipfelziel per Ski, nicht mehr weit.

 

Wir wählten zur Komplettierung unserer Runde die Abfahrt über den Griessfirn, unübersichtliches Gelände mit vielen Kuppen und Mulden, zum Schluss hin Moränen. Doch mittels GPS lässt sich die Einfaht ins Chammlitritt gut ausfindig machen. Dieser Durchschlupf ist sehr steil und felsdurchsetzt, sicheres Skifahren unbedingt angesagt. Danach ohne viel Höhe zu verlieren die steilen Hänge nach Südwesten hin queren, bis man die Hütten der Oberalp erreicht. Hier einige Meter leicht ansteigend weiter um zur Spezial-Abfahrtsvariante zu gelangen. Als Orientierung die Drahtseile der Materialseilbahn hernehmen, denn genau dort gehts hinunter. Ist nur ein sehr schmaler Korridor zwischen Felsen und ziemlich viel Gebüsch in sehr steilem Gelände.

 

Danach folgen 600Hm traumhafte Nordhänge bis ins Chäsgädmeren, die windgeschützt, selbst an einem Tag wie heute, wo die Schneedecke nur so mit Windgangeln überzogen war, Pulverspass versprechen. Hinaus das Tal gehts auf einem Strässchen, mal besser, mal schlechter, aber in Summe recht passabel zurück zur Seilbahntalstation Ribi.

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gesundes-wandern.com

Patricia Schanne, MSc

Tiroler Bergwanderführerin

/Wanderleiterin SBV

und Sportwissenschafterin

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