Hommage an meine Heimat

... oder Liebe auf den zweiten Blick

Mit dem Klettern so richtig in Berührung bin ich erst nach meinem Wegzug aus dem Saarland vor fast 8 Jahren gekommen. Damals wusste ich nicht um die lieblich in den Wald gebetteten, rötlich-braunen Sandsteintürme, die die hügelige Landschaft der Südpfalz prägen. Grüne Felder wechseln mit kleinen Weilern, Landwirtschaft dominiert das Bild.

 

Nun erst entdecke ich das Kleinod, durch Zufall lerne ich in der Kletterhalle Saarbrücken liebe, kletterbegeisterte Menschen kennen, die mich ins Pfälzer Sandsteinklettern einweihen. Ein traditionelles Gebiet mit selbstauferlegten Spielregeln, Chalk-Verbot bis zum 7.Schwierigkeitsgrad und eher spärliche Beringung und Schlaghaken erfordern reichlich Eigeninitiative auf den klassischen Anstiegen und eine gute Portion Abgebrühtheit. Dafür wartet auf den Kletterer auf zahllosen dieser Sandsteintürme ein Wandbüchlein, fein verpackt, welches von dramatischen, erfolgreichen, lustigen und sonstigen Geschichtln berichtet und die Erlebnisse und Gedanken der "Gipfelstürmer" von der Erstbesteigung an festhält.

 

Ein Dank an euch da draußen in meiner Heimat für die feine Zeit und den herzlichen Empfang der Exil-Saarländerin.

 

Abschließend fällt mir ein Satz von Reinhard Karl ein, welchen er in der Kurzgeschichte "Unterwegs nach Hause" in Poeten des Abgrunds äußert: "Mir kommt der Gedanke, dass Paradiese nicht weit entfernt sein müssen, dass sie vor der Haustüre beginnen können, dass ich nur offen sein muss für Paradiese".

Bilder von Maurice und Volker Brossette

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Patricia Schanne, MSc

Tiroler Bergwanderführerin

/Wanderleiterin SBV

und Sportwissenschafterin

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